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Was genau ist Kreidegrund und wie kommt er zum Einsatz?

Kreidegrund ist gewissermaßen die Mutter aller Grundierungen, wenn man es so ausdrücken möchte. Diese Art der Grundierung wird schon seit vielen Jahrhunderten genutzt und hat sich immer wieder aufs Neue bewährt. Viele bekannte Künstler greifen auch heute noch zu Kreidegrund.

 

Kreidegrund seit jeher im Einsatz

Das Herz von zahlreichen Malgründen ist die klassische Grundierung aus einer Mischung Kreide und Leim. Dieser Kreidegrund besteht schlicht und einfach aus Kreidepulver, Proteinleim und Wasser. Schon an den Zutaten kannst Du erkennen, dass dieser frei von synthetischen Bindemitteln oder anderweitigen Zusätzen ist. Du hast hier in der Tat ein Stück Natur, welches in Dein Hobby das Pouring Acryl einfließt. Mit Kreidegrund kannst Du das Malen mit Acrylfarben deutlich vereinfachen und so Deine Bilder auch für Jahrhunderte haltbar machen. Dank dem Untergrund wirst Du nicht erleben, dass sich in einigen Jahren die Farben Deiner Bilder vom Untergrund ablösen und Deine Kunstwerke wertlos werden.

 

Den Kreidegrund selbst herstellen

Sicherlich kannst Du Grundierungen aus Kreide im Fachhandel oder auch im Internet fertig zum Einsatz kaufen. Mit wenigen Zutaten kannst Du Deinen Kreidegrund auch selbst herstellen. Das ist einfacher als Du denkst. Um ca. 300 ml Kreidegrund herzustellen, benötigst Du:

  • ein Schraubdeckelglas mit 500 ml Inhalt (Marmeladenglas oder Ähnliches)
  • 200 ml Wasser
  • 14 g Hautleim-, Hasenleim- oder Gelatinegranulat
  • 250 g Rügen Kreide oder Champagnerkreide

Die fertige Menge reicht für ein Bild mit dickem Auftrag in der Größe von 0,2 bis 0,4 qm. Trägst Du die Grundierung dünner auf, dann reicht es sogar für ein Bild mit 0,5 bis 0,8 qm.

Die Herstellung ist ganz einfach. Als Erstes setzt Du die Leimlösung an, indem Du Wasser und Granulat in das Glas füllst. Nachdem Du alles verrührt hast, muss Du warten, bis alle Teilchen aufgequollen sind. Je nach Größe dauert dies zwischen 30 Minuten und ein paar Stunden. Du kannst erkennen, wenn das Granulat komplett aufgequollen ist, da es dann heller in der Farbe wird. Die Mischung erwärmst Du dann vorsichtig – Achtung, es darf nicht heiß, werden. Ist dies der Fall, dann verlieren die Bindemittel ihre Klebekraft. In die lauwarme Mischung gibst Du das Kreidepulver und zwar so lange bis der Leim gesättigt ist, also keine Kreide mehr aufnimmt. Achte beim Einstreuen der Kreide, dass Du den Kreidestaub nicht einatmest. Nach dem letzten Umrühren ist Dein Kreidegrund fertig und kann sofort genutzt werden.

Diesen klassischen Kreidegrund kannst Du als Alleskönner einsetzen. Du kannst dabei das Verhältnis von Leim und Kreide Deinen Bedürfnissen anpassen, wenn Du einen dickeren Untergrund oder einen flüssigeren benötigst.

 

Malen auf Kreidegrund

Übrigens wird der Kreidegrund in Fachkreisen auch als Gesso bezeichnet. Um schöne Bilder zu malen, kommst Du am Gesso nicht vorbei. Durch diesen wird der Malgrund gut auf die Acrylfarben vorbereitet. Außerdem wird der Malgrund durch das Gesso saugfähig. In der Folge kann der Kreidegrund das starke Wellen und Verformen des Malgrundes verhindern. Je nach Zusatz kannst Du den Untergrund farblich an Deine Bilder anpassen. Optimal ist hierbei transparent, weiß oder schwarz. Für den transparenten Untergrund entscheidest Du Dich, wenn Du diesen unverändert belassen willst, aber eine Schutz- bzw. Saugschicht benötigst. Mit einer weißen Grundierung kannst Du unschönen Stellen abdecken und Farben aufhellen. Der schwarze Kreidegrund kommt meistens beim Steampunk zum Einsatz. Er verleiht den Farben eine sehr gute Leuchtkraft und kann auch als Ersatz für schwarze Acrylfarbe genommen werden.

Hast Du erst mit dem Pouring Acryl begonnen, ist es nicht zwingend nötig, dass Du Gesso nutzt. Malst Du jedoch auf sehr harten Untergründen, dann solltest Du auf jeden Fall zu Kreidegrund greifen und diesen in dünnen Schichten auf den Malgrund auftragen. Fragst Du einen Experten, dann rät er Dir wahrscheinlich die Grundierung feinzuschleifen. Durch den Feinschliff bekommst Du den idealen Malgrund für Deine Kunstwerke.

 

Wo bekommst Du Kreidegrund zu kaufen?

Kreidegrund oder auch Gesso bekommst Du in jedem Fall in einem Kunstfachgeschäft. Sollte ein solches bei Dir in der Nähe nicht zu finden sein, dann bekommst Du den Kreidegrund natürlich auch über die diversen Shops im Internet. Später zeigen wir Dir noch ein paar sehr gute Varianten des Kreidegrundes.

 

Feinste Kreidefarbe in Weiß

Diese Qualitäts-Kreidefarbe vom Hersteller Ann Sterling bekommst Du im praktischen 1,5 kg Eimer. So hast Du immer einen gewissen Vorrat an Kreidegrund und kannst sofort kreativ loslegen, wenn Dir eine Idee kommt. Der Kreidegrund ist sehr stark deckend und wird daher auch in die Deckkraft Klasse 1 eingestuft. Das Produkt ist frei von Lösemitteln und nahezu frei von Gerüchen. Der Kreidegrund ist schnell trocknend, sodass Du nicht lange warten musst, bis Du weiterarbeiten kannst.

 

Rügen Kreide extra fein

Wenn Du Deinen Kreidegrund selbst herstellen willst, dann ist die Rügener Kreide von MungoLux ideal. Die extrafeine Rügen Kreide besteht aus natürlich reinem Calciumcarbonat und kann sowohl Fett wie auch Öl binden. Die einzelnen Teilchen der Rügen Kreide haben eine Größe von 2 Micron, sodass Du sie zur Herstellung des klassischen Kreidegrundes gut einsetzen kannst. Du bekommst die Rügen Kreide in verschiedenen Gebinden, sodass Du Dich erst in die Materie einarbeiten kannst. Die Rügen Kreide wird von anderen Nutzern als sehr gut bewertet.

 

Naturreine Champagner Kreide

Die naturreine Kreide des Herstellers kls ist sehr fein gemahlen und hat eine Körnung, die kleiner als 20 my ist. Du kannst sie zum Herstellen von Kreidegrund ebenso verwenden wie für andere Arbeiten. Die Champagner Kreide kommt aus Frankreich und besteht aus feinstem Calciumcarbonat. Andere Anwender der Champagner Kreide ist begeistert, denn mit weiteren Zutaten lässt sich die Grundierung sehr einfach herstellen und ist im Vergleich zu einem fertigen Produkt vollkommen natürlich und mit nachvollziehbaren Inhaltsstoffen. Kreidegrund kann so günstig hergestellt werden und steht jederzeit zur Verfügung. Die Kreide ist nahezu 100 % rein, denn es sind keine Verunreinigungen im Pulver zu finden.

 

Grundierung von Winsor & Newton

Der Kreidegrund des Herstellers wird auch als Gesso bezeichnet. Der flexible Kreidegrund ist optimal für das Pouring Acryl. Er hat einen hohen Pigmentgehalt und bietet so eine sehr gute Deckkraft. Die Saugfähigkeit von Acrylfarben ist ausgewogen, sodass Du damit sehr gut arbeiten kannst. Der Hersteller empfiehlt die Grundierung in zwei oder drei dünnen Schichten aufzutragen. Du kannst die Grundierung mit Acrylfarben mischen und so an Deine Bildern anpassen.

 

Grundierung für Acryl- und Ölfarben

Schmincke Künstlerfarben bietet Dir hier eine Grundierung, die sehr gut für Acrylfarben geeignet ist. Sie ist halbtransparent und lässt sich hervorragend verarbeiten. Hergestellt wird das Produkt in Deutschland. Der Kreidegrund hat einen stark saugenden Charakter und bildet einen lichtechten und widerstandsfähigen Film. Auf Wunsch kannst Du die Grundierung noch mit zusätzlich Wasser verdünnen, wenn Du lieber mit einer dünneren Grundierung arbeitest. Du kannst den Kreidegrund auch mit Acrylfarben gemäß Deinen Wünschen einfärben.

 

Kreidegrund als Basic deines Bildes

Gerade beim Pouring Acryl ist der Kreidegrund unverzichtbar, auch wenn Du zu anfangs ohne Kreidegrund arbeiten kannst. Der Untergrund sorgt dafür, dass die Farben besser aufgesaugt werden und dass sich das Papier nicht wellt oder verformt, weil Du zu nass gemalt hast. Kreidegrund kannst Du in allen gängigen Geschäften für Künstlerbedarf oder im Internet in zahlreichen Shops kaufen. Möchtest Du Deinen eigenen Kreidegrund herstellen, dann ist das kein Problem, denn Du benötigst dafür nur wenig Zutaten.


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